Erstaunliche Rook-Burger

Genusswelten

20. April 2022

Die erstaunlichen Rook-Burger

Carl Ferdinand von Stumor, Gastrosoph von Rang und Namen, Erforscher von Genusswelten und eine wahre Küchenkoryphäe Rookburghs, berichtet von seiner kulinarischen Entdeckungsreise im Restaurant Uhrwerk. Heute im Zentrum seines Urteils:

Die erstaunlichen Rook-Burger

Lassen Sie mich kurz innehalten, um dem wundervollen Genuss der delikaten Rook-Burger noch ein wenig nachzuspüren. Dieses charaktervolle Brot. Diese erstaunlichen Saucen. Diese weltumfassenden Kombinationen…

Hatte ich bislang gedacht, die besten Burger in Louis‘ Diner in New York gekostet zu haben, werde ich nun dessen Chefkoch ins Uhrwerk einladen müssen. Allein die Brötchen – Buns wie wir Kenner sie nennen – sind wahre Kunstwerke. Hier serviert man herrlich fluffige, wunderbar frische Brioches, statt schlichter Brötchen.

Handmade & Homemade

Und, liebe Leser, ich bin sogar dem Geheimnis ihres besonderen Geschmacks auf die Spur gekommen! Nanette S. Coffier, der ideenreiche Geist hinter dem Uhrwerk, verriet mir: Die Buns werden mit guter Butter und reichlich Ei hergestellt statt mit zweitklassigen Margarinen und Ölen. Allein die Entwicklung dieser hausgemachten Rezepturen nahm Wochen in Anspruch. Dies Augenmerk auf Qualität, diese Beharrlichkeit bis zur Perfektion, macht die Küche im Uhrwerk aus. „Handmade & Homemade“, dafür steht Nanette mit ganzem Herzen – und das schmeckt man bei jedem der vier Rook-Burger.

Und was für Burger das sind! Wer hier ein warmes Rundstück wie am Hamburger Hafen erwartet, wird überrascht sein – hier ist nichts bloßer Standard. Wie eine Weltentdeckerin hat Nanette im Uhrwerk Aromen von Nord und Süd, West und Ost zu unnachahmlichen Geschmacksreisen vereint. Es scheint, als hätten ihr die Luftfahrer in jedem Zeppelin ein neues Gewürz, ein neues Gemüse, ein erlesenes Fleisch mitgebracht, die sie nun zu aufregenden Paarungen fügt.

Da schmiegen sich wilde Kräuter an iberische Filets, da gehen rosiger Lachs und Würze aus Nippon eine exotische Liaison ein. Statt plumper Patties, wie sie manch Diner mir unerklärlich bevorzugt (verzeih, lieber Louis!), erwarten Sie im Uhrwerk vorzügliche Steaks und Filets. Dazu reicht man wunderbar knusprige, kernig-famose Kartoffelschnitze (das belanglose Wort „Pommes“ mag mir dabei kaum über die Lippen kommen).

Und – mein persönlicher Höhenflug: Exzellente Saucen! Selbstgemachte Marmeladen, Dips und Relishes wie von einem anderen Stern! Sie lesen sich auf den ersten Blick recht seltsam, sind aber ein kolossaler Hochgenuss: Tomatenmarmelade, Kürbismarmelade, Wasabi-Mayonnaise und BBQ-Knoblauch-Dip – um nur einige zu nennen – geben den Rook-Burgern eine erstaunliche Note.

Hier hat das Uhrwerk wahrlich eine neue Genuss-Ära eingeläutet, wenn ich das als gestrenger Kritiker so unverblümt sagen darf. Fast wird das Restaurant zur kulinarischen Zeitmaschine, die einen zugleich in ferne Länder katapultiert und doch im heimischen Rookburgh verankert. Ein wahrlich aufregender Genuss, den ich jedem uneingeschränkt empfehlen kann.

„Wer hier ein warmes Rundstück erwartet, wird überrascht sein – hier ist nichts bloßer Standard.“

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