Wartebereich F.L.Y.: Die Minuten vor dem Flug

Immersion

2. August 2022

Die Minuten vor dem Flug

Abenteurer, Expeditionsteilnehmer und Explorer sind sich einig: Das Erlebnis in einzigartigen Attraktionen beginnt schon einige Minuten bevor sich der Zug, das Boot oder – in diesem Falle – die Flugmaschine in Bewegung setzt. Der Flying Launch Coaster F.L.Y. zeigt auf eindrucksvolle Weise, dass selbst ein Wartebereich für Gänsehaut sorgen kann.

Ich werde doch
wohl nicht fliegen?!

Rookburgh pulsiert! Eine zischende, röhrende, stampfende Geräuschkomposition umgibt mich. In jedem Winkel entdecke ich Spuren der emsigen Kohlekumpel, Fabrikarbeiter und weit gereisten Weltentdecker. Und immer wieder saust F.L.Y. durch diese beispiellose Themenwelt. Ich folge der Flugbahn fasziniert mit meinen Blicken, bis meine Augen am Eingang zu diesem kühnen Abenteuer hängen bleiben. Bis heute habe ich mich immer für einen bodenständigen Entdecker gehalten, mit beiden Füßen auf dem verrußten Pflaster Rookburghs stehend, nicht als verwegenen Himmelsstürmer. Aber warum eigentlich nicht? Schließlich bin ich ja Explorer…

Vielleicht werde
ich heute fliegen.

Ich habe den Eingang passiert, Freunde. Natürlich kann ich noch jederzeit wieder zurückkehren, aber mit jedem Schritt verliert diese Option für mich an Relevanz. Allein der Ausblick, der sich auf meinem Weg bietet, lässt jedes Postkartenmotiv kreideblass aussehen: Ein atemberaubendes Panorama über ganz Rookburgh, bis hin zum Hotel Charles Lindbergh, das sich am Horizont erhebt. An unzähligen Stellen steigt weißer Dampf aus den Straßen. Ich beobachte Reisende aus Berlin, die Rookburgh betreten und staunend stehen bleiben. Eine elegante Dame, die verschmitzt eine bunte Tüte aus Emilie’s Chocoladen- & Candy-Werkstatt herausträgt. Und immer wieder fliegt F.L.Y. zwischen den Straßen her, verschwindet im Hotel Charles Lindbergh und schießt an ungeahnten Stellen wieder empor. Dreht nur wenige Meter von meiner Nase entfernt ein schneidiges Manöver und weckt damit eine Abenteuerlust in mir, die mich wie ein tosender Rückenwind weiter voran schiebt.

Ich glaube, ich werde fliegen.

Hier muss ich nun aber doch einmal kurz stehenbleiben. Manch allzu stürmischer Explorer eilt vielleicht an den unscheinbaren Bullaugen vorbei, die aber ein echter Geheimtipp sind. Hier kann ich einen Blick in das Büro des Vorsitzenden der Airrail Company werfen. Das Genie beherrscht das Chaos, so sagt man und so scheint es. Präzise Skizzen, detailverliebte Modelle, vielgewälzte Lektüre und all die Inspiration, die es braucht, um eine phantastische Welt wie Rookburgh mitzugestalten – inklusive eines vornehmen Tumbler-Glases mit dem besten Scotch aus Paul O’Brews geheimen Keller. Na, davon lasse ich vorerst wohlweislich die Finger: Don’t drink and fly!

Ja, ich werde fliegen!

Weiter treibt mich mein Freund, der Rückenwind. Greifbar nah vorbei an Piloten, die direkt neben mir mit F.L.Y. per Launch beschleunigt direkt ins Hotel Charles Lindbergh hineinfliegen. Mein Weg führt mich hinunter ins Herz der Maschine. Das rege Treiben von der Oberfläche verstummt allmählich und weicht einem dumpfen Wummern und Werken. Hier ist Rookburgh auf eine ganz andere Weise lebendig. Gedämpftes Licht beleuchtet gewaltige Geräte, stämmige Rohre und eifrige Pumpen. All die unermüdlichen Gerätschaften, die es braucht, um eine revolutionäre Flugmaschine in die Lüfte über Rookburgh zu schicken. Eben diesen mitreißenden Flying Launch Coaster, den ich nun besteige – als hätte ich nie daran gezweifelt – um endlich mit jeder Faser zu spüren:

Ich fliege!

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